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Photovoltaikanlage Steuer




Wer die Anschaffung einer Photovoltaikanlage erwägt, sollte sich im Vorfeld auch umfassend über steuerrechtliche Grundlagen informieren. Denn sobald man eine netzgekoppelte Solaranlage betreibt, liegt eine unternehmerische Tätigkeit vor, da man den produzierten Strom in das öffentliche Stromnetz einspeist und hierfür eine entsprechende Vergütung des jeweiligen Netzbetreibers erhält. Hierfür gelten gesonderte steuerrechtliche Regelungen. Zunächst stellt sich vielen Betreibern einer Photovoltaikanlage die Frage, ob sie für den Betrieb eine Gewerbeanmeldung durchführen müssen.

Dies ist in der Regel nicht der Fall, da das Finanzamt privat betriebene Anlagen beispielsweise auf einem Einfamilienhaus rechtlich als "Bagatelle" einstuft. Obwohl man mit einer Photovoltaikanlage unternehmerisch tätig ist, entspricht der Betrieb einer solchen Anlage steuerrechtlich nicht dem so genannten Gesamtbild einer normalen unternehmerischen Tätigkeit, weshalb in diesem Fall die Pflicht einer Gewerbeanmeldung entfällt. Wer in diesem Punkt trotzdem unsicher ist, sollte sich direkt an die kommunalen Behörden wenden und dort genauere Informationen einholen.


Einkommenssteuer, Gewerbesteuer, Umsatzsteuer

Der Betrieb einer Photovoltaikanlage und die daraus erwirtschafteten Erträge fallen steuerrechtlich in die Bereiche Einkommenssteuer, Gewerbesteuer und Umsatzsteuer. Diese drei Bereiche betrachtet das Finanzamt in der Regel getrennt voneinander, was der gängigen Praxis entspricht und Betreibern von Solaranlagen finanzielle Vorteile bringen kann. Für den Bereich der Einkommenssteuer wird eine solche Anlage interessant, wenn langfristig Gewinne erwirtschaftet werden. Gewinne erzielen Solaranlagen dann, wenn der finanzielle Erlös der Einspeisevergütung größer ist als die Kosten, die für den Betrieb der Anlage anfallen. Derartige Überschüsse müssen entsprechend den geltenden Einkommenssteuerregelungen versteuert werden. Verluste, die aus dem Betrieb einer Anlage entstehen, können jedoch im Gegenzug steuermindernd geltend gemacht werden.

Auch die Gewerbesteuer ist abhängig von der Frage, ob mit einer Photovoltaikanlage Gewinne erwirtschaftet werden. Erst wenn dies der Fall ist, kann Gewerbesteuer anfallen. Jedoch ist vom Gesetzgeber vorgeschrieben, dass die Einnahmen aus einer gewerblichen Tätigkeit nach aktueller Gesetzeslage 24.500 Euro jährlich überschreiten müssen, bevor überhaupt Gewerbesteuer anfällt. Dies ist eine Summe, die man mit dem Betrieb einer durchschnittliche. Photovoltaikanlage in der Regel bei weitem nicht erreicht.

Anders verhält es sich mit der Umsatzsteuer. Hier gilt, dass alle Betreiber einer Solarstromanlage umsatzsteuerpflichtig sind, sobald sie mehr als 50 Prozent des produzierten Stroms in das öffentliche Stromnetz einspeisen. Die Frage, ob man mit dem Betrieb einer solchen Anlage Gewinne erzielt, ist in diesem Fall unerheblich. Jedoch besteht die Möglichkeit, sich von der Umsatzsteuer befreien zu lassen. Dies ist möglich, wenn der Jahresumsatz nicht mehr als 17.500 Euro beträgt. In diesem Fall wird man steuerrechtlich als so genannter Kleinunternehmer beim Finanzamt geführt und ist von der Umsatzsteuerpflicht befreit. Gerade die Umsatzsteuerpflicht bietet den Betreibern von Photovoltaikanlagen zumeist einen großen finanziellen Vorteil. Denn die Vorsteuer, die man auf die Investition in eine solche Anlage leisten muss, wird durch das Finanzamt im Jahr der Investition in vollem Umfang erstattet. Dadurch können Betreiber von Solaranlagen die Investitionssumme um 19 Prozent für die bereits geleistete Umsatzsteuer senken. Die Photovoltaikanlage Steuer ist eine komplexe Angelegenheit. Wer die Installation einer Solarstromanlage plant, sollte in jedem Fall auch den Rat von Experten einholen.

       

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